Immobilienfirma SF Urban Properties verdient im Halbjahr deutlich mehr

Zürich (awp) - Die Immobiliengesellschaft Swiss Urban Properties (SFUP) hat im ersten Halbjahr 2021 dank Neubewertungsgewinnen deutlich mehr verdient als im Vorjahr. Damals hatten allerdings Risikovorsorgen und Rückstellungen im Zusammenhang mit Covid-19 das Ergebnis belastet.

Der Betriebsertrag nach Neubewertungen stieg in der Berichtsperiode auf 35,9 Millionen von 13,7 Millionen Franken, wie dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht zu entnehmen ist. Dabei nahm die wichtigste Ertragskomponente, der Liegenschaftenertrag, leicht auf 12,9 Millionen Franken ab. Der Rückgang wird mit dem Verkauf des Miteigentumsanteils (50%) der vier Liegenschaften an der Badenerstrasse in Zürich per Ende August 2020 begründet.

Die Neubewertungseffekte aus Renditeliegenschaften nahmen deutlich zu und werden mit 10,4 Millionen Franken beziffert. Im Vorjahr waren es nur 0,8 Millionen gewesen.

Gestiegen sind auch die Kosten. So verdreifachte sich der Betriebsaufwand auf 15,1 Millionen, womit ein Betriebsergebnis (EBIT) von 20,8 Millionen nach 8,6 Millionen im Vorjahr resultierte. Unter dem Strich verblieb noch ein Reingewinn von 15,3 Millionen Franken (VJ 4,8 Mio). Exklusive Neubewertungen stieg der Reingewinn auf 7,3 Millionen (5,5 Mio).

Tiefe Leerstandquote

Der Portfoliowert stieg aufgrund von Zukäufen und Neubewertungsgewinnen auf 669,3 Millionen von 638,3 Millionen per Ende 2020. Per Stichtag 30. Juni 2021 wird der Leerstand mit 2,6 Prozent (VJ 2,3%) angegeben.

Zum Ausblick schreibt das Immobilienunternehmen, dass aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus und des nach wie vor grossen Nachfrageüberhangs im zweiten Halbjahr mit einem unverändert kompetitiven Transaktionsmarkt zu rechnen sei.

Ziel sei es, nach Möglichkeit weitere Renditeobjekte zu akquirieren. Primär liege der Fokus auf möglichen Arrondierungen von Liegenschaften mit Erweiterungspotenzialen. Zudem wolle man eine Leerstandsquote von unter drei Prozent beibehalten.

sig/ra