LM Group leidet auch im ersten Quartal 2021 unter Corona

Amsterdam (awp) - Der Online-Reiseanbieter LM Group leidet wenig überraschend auch im ersten Quartal 2021 stark unter der Corona-Pandemie. Der Umsatz fällt deutlich tiefer aus und unter dem Strich resultiert ein Verlust. Gleichzeitig stellt die Gruppe aber einen steigenden Buchungstrend für 2021 fest.

Der Umsatz ging von Januar bis März gegenüber dem Vorjahr um 83,5 Prozent zurück auf 11,6 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis (EBITDA) lag bei -5,3 Millionen, nach einem Gewinn in der Vorjahresperiode von 9,2 Millionen. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 12,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 6,7 Millionen im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Die Ergebnisse seien vor dem Hintergrund des sehr herausfordernden ersten Quartals für die gesamte Reisebranche im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, erklärte das Unternehmen. Vor allem bei den Urlaubspaketen sei unter Berücksichtigung des potenziellen Risikos zukünftiger Stornierungen der Verkauf noch immer sehr schwach ausgefallen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 zeigten die Zahlen der ersten drei Monate des Jahres 2021 aber bereits Anzeichen einer Verbesserung.

Deutliche Anzeichen der Besserung im Mai

Und im Mai stellte die Gruppe bereits "deutliche" Zeichen der Erholung fest: Die sich auf dem US-Markt abzeichnende Erholung zeige sich nun auch in Europa. Denn die Impfkampagnen in der EU seien zuletzt deutlich schneller vorangerschritten, was sich seit Anfang Mai in einem steilen Anstieg der Umsätze in Kontinentaleuropa bemerkbar mache.

Insbesondere bei den Urlaubspaketen sei ein positiver Trend und ein Potenzial für eine starke Rückkehr der Nachfrage nach längeren Reisen im Sommer zu erkennen. Besonders im Trend seien Strandferien. So habe die Anzahl der Buchungen im Mai im Vergleich zum Tagesdurchschnitt im ersten Quartal um 100 Prozent zugenommen.

Weiter geht der Online-Reiseanbieter davon aus, dass die während der Pandemie verbesserte Preisstrategie sowie die niedrigeren Fixkosten einen positiven Einfluss auf künftige Gewinne und die Cash-Generierung haben. Zum aktuellen Zeitpunkt sieht sich die Gruppe mit einer Brutto-Cash-Position von über 120 Millionen Euro weiterhin "sehr solide" aufgestellt.

Eine konkrete Prognose für 2021 gibt die LM Group nicht ab.

Drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat

Des Weiteren schlägt die Gruppe für die Generalversammlung am 22. Juni 2021 drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat vor. Neu soll Paola Garzoni als unabhängiges, nicht-exekutives Mitglied in das Gremium einziehen. Sie ist den Angaben zufolge Gründerin und CEO von LaSeven Inc., einem Immobiliendienstleister in New York.

Zudem soll Massimo Pedrazzini als unabhängiges, nicht-exekutives Mitglied in den Verwaltungsrat einziehen. Er sei Präsident des Verwaltungsrats von Sterling Strategic Value Fund Sicav-Raif SA, dem neuen Investor, der durch den Erwerb der Anteile von Fedro in das Kapital von Freesailors eingetreten ist.

Als drittes neues ebenfalls unabhängiges, nicht-exekutives Mitglied ist Javier Perez Tenneza vorgesehen. Er sei Gründer, ehemaliger Verwaltungsratspräsident und CEO von eDreams Odigeo (EDR).

Nicht mehr zur Wiederwahl stellen werden sich dem Communiqué zufolge Marco Corradino und Anna Gatti.

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