Varia US Properties verdient 2020 wegen Sonderaufwand weniger

Zug (awp) - Varia US Properties hat 2020 trotz Corona-Krise den Wachstumskurs fortgesetzt und den Ertrag gesteigert. Unter dem Strich resultierte indes vor allem auf Grund eines ausserordentlichen Aufwands ein tieferer Gewinn. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zuversichtlich und rechnet damit, das Geschäft und das Immobilienportfolio weiter auszubauen zu können.

Die Immobiliengesellschaft steigerte den Gesamtertrag um 9,2 Prozent auf 152,4 Millionen US-Dollar, wie Varia am Dienstag mitteilte: Die Gesellschaft ist ausschliesslich in Mehrfamilienhäusern für mittlere bis untere Einkommen in der peripheren Lage von Grossagglomerationen in den USA investiert.

Gestiegen sind aber auch die Gesamtbetriebskosten. Diese wuchsen auf 69,4 Millionen von 59,4 Millionen im Vorjahr aufgrund höherer Betriebsausgaben und aussergewöhnlicher Transaktionskosten der im Jahr 2020 abgewickelten Immobilienverkäufe. Infolge des Verkaufserlöses nahm der EBITDA um 47,4 Prozent auf 60,3 Millionen zu. Die EBITDA-Marge stieg somit auf 46,5 Prozent (VJ 40,8%).

Nach Abzug der Finanzierungskosten und der Rückstellungen für Ertragssteuern beträgt der Gewinn für die Berichtsperiode 35,5 Millionen nach 42,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Rückgang des Gewinns wird unter anderem durch einen aussergewöhnlichen Aufwand für die Schuldentilgung in Höhe von 6,7 Millionen im Zusammenhang mit den Immobilienverkäufen im Jahr 2020 und einen Währungsverlust in Höhe von 6,3 Millionen verursacht.

Höhere Dividende

Dennoch beabsichtigt der Verwaltungsrat die Dividende für das Geschäftsjahr 2020 auf 2,70 Franken je Aktie von 2,60 Franken im Vorjahr zu erhöhen.

Das Portfolio des Unternehmens bestand zum 31. Dezember 2020 aus 44 Objekten mit insgesamt 10'269 Wohneinheiten in 19 Bundesstaaten und einem von Colliers bewerteten Immobilienwert 928,2 Millionen (VJ 915,1 Mio.). Die Vermietungsquote betrug 95,4 Prozent nach 95,3 Prozent im Vorjahr.

Das Portfolio generierte 2020 einen jährlichen effektiven Bruttoertrag von 109,8 Millionen nach 99,4 Millionen. Der Anstieg ist den Angaben zufolge vor allem auf effizienterer Abläufe während der Pandemiezeit und des Portfoliowachstums zurückzuführen.

Ins laufende Jahr sei das Unternehmen stabil gestartet, heisst es weiter. Angesichts dessen gehe er davon aus, "dass wir auch im Laufe des Jahres weiterhin gute Investitionsmöglichkeiten in unseren Zielmärkten sehen werden", wird Patrick Richard, Delegierter des Verwaltungsrates, in der Mitteilung zitiert. Insgesamt sei Varia für das Jahr 2021 "sehr optimistisch gestimmt", insbesondere für den Mehrfamilienhäusersektor für Arbeitskräfte in den Aussenbezirken von US-Grossstädten.

sig/ra