ABB verkauft Dodge für 2,9 Mrd USD an amerikanische RBC Bearings

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp) - Der Technologiekonzern ABB kommt mit seinen Devestitionsplänen einen Schritt voran. Der schon vor längerer Zeit in Aussicht gestellte Verkauf der Sparte

Mechanical Power Transmission, besser bekannt unter dem Markennamen "Dodge", geht über die Bühne.

Die Sparte wird für 2,9 Milliarden US-Dollar in bar an die amerikanische RBC Bearings Inc. verkauft, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Damit erfüllt sich eine Ankündigung von CEO Björn Rosengren. Dieser hatte den Verkauf von Dodge vor wenigen Tagen noch für das dritte Quartal in Aussicht gestellt.

ABB erzielt mit diesem Verkauf einen nicht-operativen Buchgewinn vor Steuern in Höhe von rund 2,2 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Darüber hinaus werden transaktionsbedingte zahlungswirksame Steuerzahlungen in Höhe von rund 400 Millionen US-Dollar erwartet. Die Transaktion soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein und untersteht dem Vorbehalt der üblichen Bedingungen und Genehmigungen.

Umsatz von 600 Millionen USD fällt weg

Durch die Transaktion entsteht laut ABB "ein führender Hersteller von hochentwickelten, leistungskritischen Lagern und Motion-Control-Komponenten". Dodge sei seit über 140 Jahren führend in der Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Wälzlagern, geschlossenen Getrieben und Kraftübertragungskomponenten.

Dodge bedient Branchen wie die Bergbauindustrie, die Zement- und Zuschlagstoffindustrie, die Lagerwirtschaft sowie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie und erzielte damit über die vergangenen zwölf Monate bis Mitte Jahr einen Umsatz von rund 600 Millionen US-Dollar; dies mit weltweit rund 1500 Mitarbeitern. Über 90 Prozent des Umsatzes entfielen auf den amerikanischen Kontinent. Die operative EBITA-Marge belief sich auf rund 23 Prozent.

ABB will den Nettoerlös in Einklang mit den Prioritäten bei der Kapitalallokation verwenden. Die Prioritäten von ABB bei der Verwendung der freien Mittel umfassen - in der Reihenfolge der Prioritäten - die Finanzierung von organischem Wachstum, eine steigende nachhaltige Dividende und Akquisitionen.

cf/rw