Leclanché-GV lehnt Schaffung von bedingtem Aktienkapital ab

Yverdon (awp) - Die Aktionäre des Westschweizer Batterienherstellers Leclanché haben an der Generalversammlung vom (heutigen) Mittwoch die Schaffung von bedingtem Aktienkapital abgelehnt. Leclanché hätte das bestehende bedingte Aktienkapital um 6 Millionen Franken erhöhen wollen.

Dies hätten die Aktionäre nicht gebilligt, teilte das Unternehmen am Abend mit. Dagegen haben die Aktionäre der Erhöhung des genehmigten Aktienkapitals bis zum 30. Juni 2023 um maximal 60 Millionen Aktien mit einem Nennwert von 0,10 Franken zugestimmt.

Überdies genehmigten die Anteilseigner die Umwandlung der mit Grossaktionär SEFAM und Golden Partner („GP") aufgenommenen Schulden in Höhe von 29,7 Millionen Franken in Eigenkapital, wie es weiter hiess. Diese mit SEFAM und GP ausgehandelte Umstrukturierungsmassnahme stärke die Bilanz und fördere das anhaltende Investitionsinteresse am Unternehmen in einer Zeit, in welcher der Auftragsbestand von Leclanché im schnell wachsenden E-Transport-Sektor stark zunehme.

Baukredit von 24 Millionen Dollar

Gleichzeigt gab Leclanché den Abschluss eines von SEFAM gewährten Baukredits in Höhe von 24 Millionen Dollar zur Finanzierung des Eigenkapitals des St. Kitts Stationary Projekts bekannt. Das Unternehmen befinde sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit lokalen Banken, um bis zu 49 Millionen Dollar an vorrangigen Projektkrediten bereitzustellen und den vollständigen finanziellen Abschluss bis September 2021 zu ermöglichen.

In der Zwischenzeit haben Leclanché und ihr lokaler Partner Solrid Limited mit dem Bau des grössten Öko-Kraftwerks der Karibik begonnen, welches voraussichtlich innerhalb von 12 bis 18 Monaten fertiggestellt sein werde, hiess es.

Leclanché erhält kurzfristiges Betriebskapital, durch die Rückzahlung von bereits getätigten Investitionen der Gesellschaft in das Projekt in St. Kitts, sowie Erlöse aus den Zahlungen im Rahmen des EPC-Vertrags. "Die Liquiditätslage zur Unterstützung des Wachstums im Jahr 2021 bleibt angespannt", schrieben die Westschweizer.

Das Unternehmen befinde sich in einem laufenden Prozess unter Leitung der New Yorker Investmentbank BTIG zur Beschaffung von frischem Kapital. Damit wolle man den Wachstumsplan vollständig finanzieren, bis Leclanché bis Ende 2023 die Gewinnschwelle beim EBITDA erreiche.

jb/ra