Zur Rose-Aktien geben nach Semesterzahlen deutlich nach

Zürich (awp) - Die Aktien von Zur Rose geben am Mittwoch im frühen Handel deutlich nach. Aufgrund weiterhin hoher Investitionen ins Wachstum fielen im ersten Halbjahr die Verluste beim Betriebs- und Reinergebnis prägnanter aus als erwartet. Die ZKB spricht von einem kostspieligen, aber erforderlichen Brand-Building.

Bis gegen 9.35 Uhr notieren Zur Rose 5,6 Prozent im Minus auf 346 Franken, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,2 Prozent im Plus steht. Seit ihrem Allzeithoch im Februar 2021 bei rund 510 Franken zeigten sich die Titel sehr volatil. Im Gegenzug scheint der grosse Zur Rose-Konkurrent Shop Apotheke an der Börse zu profitieren: die Titel liegen am Mittwochmorgen 3,4 Prozent im Plus.

Zur Rose ist mit einem Plus von gut 23 Prozent auf 998 Millionen Franken Umsatz ist im ersten Halbjahr zwar kräftig gewachsen, der EBITDA lag aber mit knapp -50 Millionen deutlich im Minus. Unter dem Strich resultierte gar ein Verlust von 77 Millionen Franken. Baader Helvea spricht denn auch von verfehlten Erwartungen.

Die ZKB hebt derweil zwar die starken Umsatzentwicklung hervor. Nötige Investitionen ins Marketing im Hinblick auf die Einführung des E-Rezepts in Deutschland hätten aber die Profitabilität belastet und würden dies wohl auch im zweiten Semester, so der zuständige Experte. Er sehe mittelfristig bedeutendes Potenzial und entsprechend auch die Relevanz der derzeit hohen Marketingausgaben. Der Aktienkurs werde damit wohl aber auch in den kommenden Quartalen volatil bleiben. Die ZKB stuft Zur Rose denn auch weiter mit "Marktgewichten" ein.

Weniger dramatisch sieht es derweil die US-amerikanische Bank Jefferies. Die Resultate bestätigten, dass die Online-Apotheke auf Kurs sei die eigene Guidance zu erreichen, heisst es da. Denn mit Blick auf die Einführung des E-Rezepts in Deutschland sei Zur Rose mit etwas über 10 Millionen aktiven Kunden in der Pole-Position. Der zuständige Experte bestätigt denn auch sein Rating "Buy".

jl/an